#ChangeNow – Der Blog, der Geschichten erzählt

 In Storytelling

Chiara Hillers Vision ist es, eine Plattform zum Austausch über Kontinente hinweg zu schaffen – und das vor allem durch Geschichten. Warum sie den Aufhänger ihres Blogs #ChangeNow kurzerhand vom Thema „Zukunft“ zum Thema „Corona“ geändert hat und warum das Geschichtenerzählen so wichtig ist, gibt’s hier im Artikel zu lesen.

 

Wie sehen wir die Zukunft?

Chiara Hiller ist Psychologiestudentin und seit kurzem auch Betreiberin des Blogs #ChangeNow. Die Idee zum Blog schwebte Chiara schon lange vor – thematisch sollte es darum gehen, wie wir Menschen uns die Zukunft vorstellen. Die Studentin hatte oft mit Freunden darüber philosophiert und diskutiert, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Neben Hoffnungen und Wünschen kamen oft auch Gedanken zum Ausdruck wie „Die Welt wird uns schon überleben, aber was ist mit uns Menschen?“. Diesen „narrativen Gedankenraum“ mit all den positiven Vorstellungen aber auch Ängsten, wollte Chiara für noch mehr Menschen öffnen und daher den Blog #ChangeNow ins Leben rufen.

 

Und dann kam Corona

Als dann die Corona-Pandemie über die Welt hereinbrach ging es plötzlich sehr viel mehr um das Hier und Jetzt als um die Zukunft. Das Virus und die dadurch ausgelöste Krise brachten viele Einschränkungen, Ängste und Fragen mit sich: Werden wir die Krise meistern? Bleiben unsere Arbeitsplätze erhalten? Wie können wir Kontakt zu Familie und Freunden halten? Also änderte Chiara das Thema ihres Blogs kurzerhand vor dessen Veröffentlichung noch einmal um: Der Blog sollte thematisch nicht mehr auf die Zukunft ausgerichtet sein, sondern vor allem die Möglichkeit bieten, Geschichten und Gedanken aus der aktuellen Zeit festzuhalten.

 

Warum gerade Geschichten?

Chiara glaubt an die Kraft von Narrativen und daran, dass über Geschichten das größtmögliche gegenseitige Verständnis geschaffen werden kann. Das zeigt sich zum Bespiel an dem momentan so präsenten Nachhaltigkeitskonflikt: Während verstärkt junge Menschen für den Umweltschutz auf die Straße gehen, haben ältere Generationen eventuell einen anderen Blick auf das Thema. Oft stößt das auf gegenseitiges Unverständnis. Vermittelt man sich aber die persönlichen Beweggründe in Form von Geschichten („Ich habe noch viele Jahre auf dieser Erde vor mir und möchte, dass sie so gut wie möglich erhalten bleibt“ vs. „Ich habe ein Leben lang hart für mein teures Auto gearbeitet und möchte nur ungern darauf verzichten“) ist es leichter, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen. Geschichten ermöglichen mehr Empathie und eine Änderung der eigenen Perspektive.

 

Die Vision

Die junge Studentin hofft, durch den Blog mehr Verständnis füreinander zu schaffen – und das über Kontinente hinweg. Sie bezieht sich dabei auf den Begriff des „Kollektiven Bewusstseins“. Demnach gibt es eine Art einheitliches Bewusstsein, welches sich in Summe aus seinen einzelnen Teilen, also dem individuellen Bewusstsein verschiedener Personen, zusammensetzt. Denn letztendlich hat jeder Mensch Ängste, Sorgen und Hoffnungen – und vor allem in Krisenzeiten wie der jetzigen sind diese oft sehr ähnlich.

Neben der Möglichkeit Geschichten, Bilder, Videos oder Gedichte zu veröffentlichen, können sich Besucher auch einfach inspirieren lassen. Zudem gibt es eine Kommentarfunktion, die zum Austausch über die veröffentlichten Themen genutzt werden kann. Chiara wünscht sich für die Zukunft noch mehr Beiträge, Meinungen und Ideen. Denn jede und jeder hat eine Geschichte, welche nur darauf wartet, erzählt zu werden.

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