Bilder, die Geschichten erzählen: Visuelles Storytelling

 In Storytelling

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Dieses Sprichwort hat seinen Ursprung bereits im Jahr 1921, als Fred R. Barnard in einer Fachzeitschrift der Werbebranche, den Slogan „One Look is Worth A Thousand Words“ veröffentlichte.

Gleiches gilt heute für das Storytelling. Schon das reine Erzählen von guten Geschichten löst positive Emotionen aus und lässt die beabsichtigten Bilder in den Köpfen der Zuhörer entstehen. Die zusätzliche Verwendung visueller Mittel kann die gesprochene Botschaft verstärken bzw. kann Sprache sogar ersetzen.

Visuelles Storytelling in Unternehmen

Visuelles Storytelling ist sowohl in der internen, als auch in der externen Unternehmenskommunikation ein häufig verwendetes Stilmittel. Bilder oder auch Videos zur Unterstützung einer Geschichte können Mitarbeitern, Partnern und Kunden Botschaften mitteilen, Prozesse verdeutlichen, ja sogar Werte vermitteln. Denn viel mehr als nur durch Gesprochenes können die Anspruchsgruppen eines Unternehmens mit der Kraft von Bildern oder Bewegtbildern berührt und „gepackt“ werden.

In der Kommunikation nach außen wird visuelles Storytelling gerne als Teil der Marketing-Strategie eingesetzt, um Aufmerksamkeit und Akzeptanz für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erzeugen, die das Unternehmen anbietet.

Die immer stärker werdende Konkurrenz am Markt lässt die Anspruchshaltung auf der Kundenseite beständig wachsen. Die Auswahl eines zielführenden Mediums für den Transport einer guten Geschichte ist aus diesem Grund wichtig. Eine visualisierte Story steigert die Wirkkraft der zu erzählenden Geschichte um ein Vielfaches. Mit Hilfe der App Instagram beispielsweise werden Geschichten heute sogar ganz ohne Worte, lediglich durch Bilder erzählt.

Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen, das Visuelles Storytelling bereits gekonnt einsetzt ist die Firma „Kärcher“. Im Jahr 2016 veröffentlichte das Unternehmen einen etwas anderen Werbefilm. In dem Film nimmt ein Lokführer der „Jungfraubahn“, einer Zahnradbahn in der Schweiz, den Zuschauer buchstäblich mit auf knapp 3500 Meter, auf das „Jungfraujoch.“ Anstatt die Produkte von Kärcher in den Vordergrund des Videos zu stellen, setzt das Unternehmen auf beeindruckende Bilder der Alpen und eine faszinierende Kulisse aus Eis, Schnee und Felsen. Erst am Schluss des Videos, nachdem die Geschichte des Lokführers endet, wird deutlich welches Unternehmen in diesem Film wirbt, durch den Slogan: „Kärcher unterstützt die Mitarbeiter der Jungfraubahn, ihre Einrichtungen und Züge für die Gäste täglich zu reinigen.“  https://www.youtube.com/watch?v=3E4_mzqM9_Q

Im Fach-Jargon werden solche Werbefilme „intelligente Werbespots“ genannt. Der Inhalt des Werbespots hat vordergründig nichts mit dem zu bewerbenden Produkt zu tun, präsentiert aber trotzdem in zurückgenommener Weise perfekt seine Vorteile.

Durch die emotionale Kraft der Bilder wird die erzählte Geschichte unterstützt und die Aufmerksamkeit indirekt geweckt, im Vergleich zu herkömmlichen direkten Werbebotschaften. Kunden bringen im Idealfall Bilder einer schneebedeckten Bergkulisse nun mit einem Kärcher-Produkt in Verbindung und assoziieren etwas Positives mit der Marke. Dies ist die Intention des visuellen Storytelling, einem Marketingtool, das für Unternehmen zunehmend reizvoll wird um eigene Werbung subtil, aber doch wirkungsvoll zu gestalten.

 

 

Quellen:

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/campus-cinema/wie-geht-gute-werbung-100.html

https://www.lifepr.de/pressemitteilung/zaunfilm/Visualisiertes-Storytelling-fuer-Unternehmen-mit-zaunfilm/boxid/695090

https://www.zensations.at/de/blog/geschichten-bildern-erzaehlen-visual-storytelling-mit-instagram

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